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Auf dem Weg zur Frau

oder

Ich bin im falschen Körper geboren!

(Lebensweg einer Frau, die nicht als Frau geboren wurde)

Mit dieser Website möchte ich allen das Thema "Transidentität" (Transsexualität) im Speziellen, aber auch "Transvestismus" und "Transsexualismus" im Allgemeinen näher bringen. Es ist ein sehr sensibles Thema und, obwohl es nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun hat, eigentlich eine intime Angelegenheit. Mein Anliegen ist es, Toleranz und Verständnis für dieses Thema zu wecken. Ist doch noch immer in der Öffentlichkeit nur wenig darüber bekannt, weil auch heute viele Betroffene sich nicht trauen, sich in der Gesellschaft dazu zu bekennen. 

Natürlich gab es Transsexualität schon immer und in frühester Zeit brauchte es auch keine Gesetze, um die sexuelle (englisch, zu deutsch: geschlechtliche) Identität von Menschen zu schützen. Erst in unserer ach so christlichen Kultur (der "Nächstenliebe") wurden sexuelle Abweichungen immer unterdrückt und verfolgt, weil die Existenz von Transsexualität viele traditionelle Weltbilder durchkreuzt: die biblische Dichotomie in Mann und Frau, die freudsche Psychoanalyse, die feministische Grundhaltung, den biologischen Determinismus usw.. Aus diesem Grund bleibt für die Personen, deren Weltbild sich so begründet, nur der Schluss übrig, dass transsexuelle Menschen an einer Geisteskrankheit leiden müssen oder sexuell motiviert seien. Und was die Medien alles dazu verbreiten, war meist auch nicht gerade geeignet, Missverständnisse auszuräumen und Aufklärung zu geben. Doch in diesen Punkt kommt langsam Bewegung. Vereinzelt gibt es mittlerweile Sendungen sogar verschiedener Genre, in denen diese Thematik behutsam einfließt.  

 

Egal was Menschen nun von Transsexuellen halten, ob sie Transsexuelle als großartig oder verabscheuenswürdig empfinden, in einem stimmen fast alle überein: Transsexuelle sind besonders mutig.

Doch wir wissen, dass dieses pauschale Urteil nicht so ganz passt. Die meisten von uns waren jahrelang von ihrer Angst geknebelt, bevor sie zum ersten Mal über sich sprechen konnten. Wer den Weg der Transsexuellen geht, muss auch bereit sein, durchs Feuer zu gehen. Aber wenn du spürst, dass du ihn gehen musst, wirst du auch dazu in der Lage sein, denn dann ist es dein Weg.

Wir Transsexuelle sind nicht besonders mutig. Und es ist sicher auch kein Beweis besonderen Mutes, wenn wir öfters als andere Menschen zu Operationen bereit sind. Fast alle von uns haben Angst und Panik gespürt, wenn es auf eine Operation zuging. Denn nach der Operation können wir glücklich sein, wenn wir nur unter Heilungsschmerzen leiden.

Wir kennen genug Berichte von ungünstigen Verläufen und notwendigen Nachoperationen. Wir wissen von "Kunstfehlern" und wir wissen, dass wir in solchen Fällen keine unserem Leiden angemessene Entschädigung erwarten können, auch wenn wir noch so gute Rechtsanwälte einsetzen.

Letztlich tragen wir selbst das Risiko für alle Folgen.

Diese Website ist meinem tatsächlichen "ICH", meiner wahren Identität gewidmet. 

Niemand ist besser in der Lage, über einen transsexuellen Weg zu berichten, über Höhen und Tiefen, als ein transidenter Mensch selbst. Ich will hier ein paar Informationen geben und vor allem die Entwicklung meines Bewusstseins bis zur vollen Erkenntnis, dass ich wirklich eine Frau mit einem falschen Körper bin, aufzeigen. Sie soll zeigen, wie ich meinen Weg, nun auch so zu leben, gefunden habe und gegangen bin, aber sie soll auch den Betroffenen raten, nicht mit der Tür ins Haus zu fallen. Ich bin diesen Weg zwar erst ab meinem 50. Lebensjahr gegangen, habe es aber bis heute nicht bereut! Wir haben oft Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte für unsere Erkenntnis, unser Selbstverständnis benötigt und unser Gegenüber soll das nun in kürzester Zeit schaffen. Übrigens, meine Ehefrau nun Ehepartnerin hat dafür fast 3 Jahre gebraucht. Trotz anfänglicher Skepsis hat sie es fertiggebracht, sie ist über ihren Schatten gesprungen und unsere Ehe ist an meiner Transsexualität nicht wie viele andere Ehen zerbrochen, zumindest bis jetzt. So etwas ist also möglich!!!

 

Ich hab nun mal

eine transsexuelle Vergangenheit,

bin jetzt endlich Post-OP

und was ist daran so schlimm ?

Bin ich deshalb ein schlechter Mensch?

Andere sind heterosexuell oder homosexuell,

na und?

Das ist auch nicht schlimm!

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Jedes Coming-out ist Last und Befreiung zugleich!

Zu seinen Gefühlen stehen und sich selbst akzeptieren,

keinen Kampf zu führen, den man ohnehin verliert.

Das zu begreifen und die Konsequenzen zu tragen

ist Ziel und Erkenntnis für ein glückliches Selbst.

*

Der Weg ist steinig und nicht gerade leicht.

Lass Deinem Umfeld die Zeit zu begreifen,

dass es Dir ernst ist und das beste für Dich,

Seele und Körper endlich zu versöhnen.

Der Mensch bleibt sich treu, nur das Äußere nicht.

*

Ist alles vollzogen was Du seit langem ersehnst,

dann lerne Dein neues Leben mit Freude genießen.

In einem verständnisvollen Umfeld kannst Du erleben,

dass sie Dich respektieren und gleichwertig behandeln.

Eine Zukunft in Akzeptanz, liebevoll und stolz.

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Wer mit diesem Thema nichts anzufangen weiß, sich eventuell abgestoßen fühlt, pornografische Inhalte sucht oder wer nach den Gesetzen seines Landes noch nicht volljährig ist, möge diese Seite bitte wieder verlassen.

 

      

© H. M. Waßerroth

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